Telefonischer Erstkontakt

Beim telefonischen Erstkontakt werden die Ausgangslage und die involvierten Parteien geklärt ohne inhaltliche Details oder Sichtweisen zu thematisieren.

 

Zudem werden die wichtigsten Komponenten einer Mediation erklärt. Der Ersttermin, die Sitzungsdauer und der Sitzungsort werden vereinbart.

 

Das eigentliche Mediationsverfahren

Das Mediationsverfahren durchläuft sechs Schritte:

 

1. Das Einführungsgespräch und das Arbeitsbündnis

Beim Einführungsgespräch werden die Grundlagen der Mediation, Ihre Erwartungen und meine Rolle als Mediatorin geklärt.  Nur wenn diese Form der Konfliktbearbeitung für alle Beteiligten stimmt, starten wir die Mediation. Die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen über Vertraulichkeit, Freiwilligkeit, Kosten und Dauer sind in einem Arbeitsbündnis (Mediationsvertrag) verschriftlicht und von allen Beteiligten unterschrieben.

 

2. Die Informations- und Themensammlung

Sie formulieren Ihre Anliegen und Themen, über welche sie in der Mediation verhandeln möchten und was geregelt werden muss. Diese Vorgehensweise erleichtert es die strittigen Punkte zu bearbeiten und später zu überprüfen, ob alle Punkte bearbeitet worden sind.

 

3. Die Interessenklärung und Konflikterhellung

Es geht dabei konkret um die Bearbeitung Ihrer Konfliktthemen. Welche Interessen und Bedürfnisse stehen hinter den Positionen? Um was geht es eigentlich? Was steht für jeden auf dem Spiel?  Sie werden sich über ihre Anliegen und tieferen Bedeutungen klarer und erfahren wie es den anderen in dieser Situation geht.

Der Philosoph Hans-Georg Gadamer hat treffend gesagt:" Verstehen heisst zu wissen, was der andere will. Verstehen heisst nicht, einverstanden zu sein."

Diese Betrachtung und der Perspektivenwechsel macht den späteren Prozess des Verhandelns und das Treffen von Vereinbarungen erst möglich.

 

4. Das Finden von Lösungsmöglichkeiten und Entwickeln von neuen Optionen

Es werden Optionen und Wahlmöglichkeiten entwickelt. Ein kreativer Denkprozess und das freie Assoziieren von Ideen werden angestossen, um einen "Strauss von Möglichkeiten" zu haben, die später als Grundlage für das Verhandeln und das Finden von Vereinbarungen dienen.

 

5. Das Verhandeln und der Prozess der Einigung

Nun können Sie sich durch den vorangegangenen Prozess selbstbestimmt in das Verhandeln der Themen einbringen und gemeinsam Lösungen finden, um den Konflikt vorläufig oder dauerhaft durch eine für alle faire Vereinbarung zu beenden. Es geht dabei um Angebote anstelle von Forderungen.

 

6. Die Vereinbarung und der Abschluss

Sie haben jeweils die Möglichkeit, den von mir erstellten Vereinbarungsentwurf mit einem unbeteiligten Anwalt/Anwältin prüfen zu lassen, damit Ihre Interessen gesichert und überprüft werden können. Die Mediation kann nach Unterzeichnung der definitiven Vereinbarung abgeschlossen werden.

 

Eine Nachbesprechung kann optional nach 2 bis 6 Monaten vereinbart werden.